Die offizielle Webseite von Schauspieler Henning Vogt

Whatever is possible, convinces. Whatever convinces, is impossible.
(Kurt Helm)

© Martin Klindtworth / Ladislav Zajac, KOW

© Martin Klindtworth / Ladislav Zajac, KOW

© Martin Klindtworth / Ladislav Zajac, KOW

© Martin Klindtworth / Ladislav Zajac, KOW

© Martin Klindtworth / Ladislav Zajac, KOW

© Martin Klindtworth / Ladislav Zajac, KOW

© Martin Klindtworth / Ladislav Zajac, KOW

© Martin Klindtworth / Ladislav Zajac, KOW

© Ramon Haze

© Ramon Haze

© Martin Klindtworth / Ladislav Zajac, KOW

© Martin Klindtworth / Ladislav Zajac, KOW

Es ist eine der herausragenden Sammlungen der Kunst des 20. Jahrhunderts – vielleicht die Einzige. Von Marcel Duchamp über Andreas Baader bis zu Jeff Koons umspannt sie fast 100 Jahre einer Kulturepoche, die uns fremd geworden ist. …
Die Ausstellung bei KOW ist vor allem eine Würdigung des Lebenswerks von Ramon Haze, der die Exponate dieser Kollektion zusammentrug und ihren verschollenen Sinn rekonstruierte. Seine Kunstsammlung – „Der Schrank“ – zeichnet einige Schlüsselepisoden der vergangenen Kunstentwicklung nach und gilt als wichtigste Quelle zu deren Verständnis…

Was ist denn nun wichtig und richtig? Was nicht? Und warum?

War denn FERDINAND PORSCHES Käfer-Urmodell von 1934 Kunst? Wie steht es mit den Fliesen RUTH TAUERS? Den Zuckeröfen des 1890 in Chicago geborenen PIPPIP, Heizer auf einem Transportdampfer? Was unterscheidet den Kinderlaufstall des Kolumbianers GALLARDO JUAN IBANEZ von dem gleichen Kinderlaufstall des Russen ILYA KABAKOV (den Feldmann und Grahl aus der Kabakov-Installation „Stimmen hinter der Tür“ sicherstellten, die 1996 in Leipzig gezeigt und danach zerstört wurde)? Und warum wurde „Die Maschine zur Veränderung der Welt zum Guten hin“, vermutlich schon in den 1930er Jahren von EDWARD BARANOW-KNEPP fertiggestellt, so lange von Kunsthistorikern unterschlagen? Wer soll das alles beantworten? Feldmann, Grahl und Haze schreiben ihre eigene Version der Kunstgeschichte zu einer Zeit, als sich die westliche Alternativlosigkeit wie Mehltau über den Osten legt – und schlagen dem neuen hegemonialen Duktus ein Schnippchen.

Durch Zufall blieb die Videoaufzeichnung einer Führung durch die Sammlung erhalten. Sie überliefert, mit welch bemerkenswerter Detailschärfe das pädagogische Personal im Schrank Ramon Hazes kunstvolle Beschreibung der Vergangenheit vermittelte und dabei den Wertewandel der Nachwendezeit auf den Punkt brachte. … Zwischen 1996 und 1999 war die Kunstsammlung „Der Schrank von Ramon Haze“ wohl eine der originellsten und substantiellsten künstlerischen Reaktionen auf den postsozialistischen Epochenumschwung, auf die Revision (kunst-)historischer Narrative und die neue Sammlungspolitik staatlicher Museen. Letztere nahmen übrigens den Schrank bislang nicht in ihr Mobiliar auf. Hazes Sammlung ist heute so vergessen wie die Kulturepoche des 20. Jahrhunderts in dessen eigener Erzählung. (Text: Alexander Koch)

VIDEO DER FÜHRUNG DURCH DEN SCHRANK: Katharina Schmalenberg, Christopher Novak, Henning Vogt

KOW
Brunnenstr.9
10119 Berlin
OPEN WED-SUN 10-6 pm

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